• Ira

Der Palmölrochen

Der Palmölrochen hat sich heut erbrochen,

dann ist er unters Bett gekrochen.

Dort zählt er Staub und wackelt mit den Ohren,

vertreibt die Zeit mit Nasenbohren.

Um fünf nach drei, da hat er sich geschworen:

Ich bleibe jetzt im Untergrund und fast allein.

Hier gibt es Schaben und ein Hühnerbein.

Vergessen dort und da paar geile Muscheln,

mit denen kann ich haltlos kuscheln.

Ich bin so durch mit diesem Staat und seinen Puppen,

werd‘ mich vergnügt zu Tode zucken –

so wie es mir behagt.

Mit Schnaps und ohne Eile,

wobei das Kapital ich umverteile,

wenn draußen Regen pisst

und mir gerade danach ist.


Ira Blazejewska Mai 2021

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Ira Blazejewska Musikerin

IRA BŁAŻEJEWSKA

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